Schwäbische Zeitung: Schampus auf Kosten der Steuerzahler – Kommentar zur rechtspopulistischen ENF

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Oh, là, là. Soviel Opferbereitschaft hätte man
den EU-Kritikern vom rechten Rand gar nicht zugetraut: Sie haben
gezecht, bis der Champagner in den Schalen schal geworden ist, und
geschlemmt, bis sie die Wachtelbrüstchen (vermutlich) nicht mehr
sehen konnten. Und all das haben sie nur deshalb auf sich genommen,
um ihrem verhassten Zielobjekt, der Europäischen Union, möglichst
großen Schaden zuzufügen. 427 000 Euro verprassten die
34 Mitglieder der Fraktion „Europa der Nationen und der
Freiheit“ (ENF) in einem Jahr. Da soll noch einer behaupten,
Politiker in Brüssel verdienten ihr Geld im Schlaf.

Ganz frei von Ironie ist festzustellen: Die Rechtspopulisten im
Parlament sind im Grunde der Linie aller Europaskeptiker – sei es in
Ungarn oder in Polen – treu geblieben. Das Geld der europäischen
Steuerzahler ist ihnen höchst willkommen, gleichzeitig lassen sie
keine Gelegenheit aus, die EU für alles verantwortlich zu machen, was
dem heimischen Publikum missfallen könnte. Immerhin: Im Falle der
rechten Völlerei dürfte es vergleichsweise einfach sein, die Summe
zurückzufordern. Das Jahr 2019 könnte folglich ein karges werden für
die ENF-Fraktion in Brüssel.

Pressekontakt:
Schwäbische Zeitung
Redaktion
Telefon: 0751/2955 1500
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