Schwäbische Zeitung: Vernünftig, aber teuer – Kommentar zum Baukindergeld

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Die neue Große Koalition wird eines mit
Sicherheit nicht: Sie wird kein Regierungsbündnis der sogenannten
Leuchtturmprojekte. Kein Bündnis, in dem die SPD mit einem sozialen
Projekt und die Union mit einem Wirtschaftsprojekt so richtig
strahlen könnte. Stattdessen werden in jedem Gebiet, bei jedem Thema
Kompromisse zäh errungen. Solche Kompromisse sind teuer. Das zeigt
sich beispielhaft beim Thema Wohnen und Bauen. Beide Seiten haben ihr
Lieblingsprojekt durchgesetzt: Die SPD den sozialen Wohnungsbau und
mehr Mieterschutz, die Union das Baukindergeld. Beides ist gut, denn
zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist es vernünftig, alle Hebel in Bewegung
zu setzen. Deutschlandweit fehlt es an erschwinglichen Wohnungen, die
Lage für Mieter ist in einigen Regionen bereits dramatisch. Junge
Familien können sich die Mieten in Städten genauso wenig leisten wie
ein eigenes Häuschen. Das Baukindergeld ist deshalb richtig, zumal
die Eigenheimquote in Deutschland viel niedriger ist als in anderen
Ländern.

Das eigene Haus ist darüber hinaus auch eine gute Altersvorsorge
für junge Familien. Aber damit wäre man beim Thema Renten, und auch
da existiert bereits ein teurer Kompromiss.

Pressekontakt:
Schwäbische Zeitung
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