tz München: FDP bejubelt Westerwelle: Kosmetische Änderungen

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Wer Guido Westerwelle am Freitag reden hörte,
konnte sich nur wundern: Warum musste dieser FDP-Vorsitzende gleich
nochmal von Bord? Da stand er, keifte wie eh und je gegen die
politische Konkurrenz und genoss dafür stehende Ovationen – von der
gleichen Partei, die ihres Egozentrikers an Deck am Donnerstag noch
höchst überdrüssig war. Das äußerst vage Eingeständnis weniger Patzer
Westerwelles reichte den Liberalen schon, ihren scheidenden Kapitän
zu bejubeln wie selten – und das waren beileibe keine
Krokodilstränen. Weil niemand wirklich sagen kann, wohin die Reise
mit Philipp Rösler jetzt wirklich geht, verklären sie lieber ihre
Vergangenheit. Der FDP bleibt vorerst auch kaum eine andere Wahl als
nur kosmetische Änderungen: Sie ist noch immer in dieselbe
Bundesregierung eingebunden und hat somit auch weiterhin denselben
Koalitionsvertrag umzusetzen. Da kann kaum ein echter Neuanfang oder
Kurswechsel stattfinden, ohne dass es die Gelben zerreißt zwischen
dem Anspruch einer Möchtegern-Volkspartei und ihrer realen
Verantwortung.

Walther Schneeweiß

Pressekontakt:
tz München
Redaktion
Telefon: 089 5306 505
politik@tz-online.de

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