tz München: Röslers Posten-Auktion: Keine Zeit mehr für die Wähler

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Philipp Rösler hat zum ersten Mal bewiesen, dass
er sich in seiner Partei durchsetzen kann: Der neue FDP-Chef bekommt
sein Lieblings-Ressort Wirtschaft. Ein aus parteistrategischer Sicht
richtiger Schritt. Ein Gesundheitsminister ist beim Wähler von Amts
wegen unbeliebt – und Rösler braucht bessere Popularitätswerte, um
seine Partei mit nach oben ziehen zu können. Zudem kann er in diesem
Ressort an der liberalen Kernkompetenz feilen und sich als
Job-Beschaffer profilieren. Doch es darf bezweifelt werden, dass
Röslers Rechnung wirklich aufgeht. Zum einen muss er dafür die Kröte
schlucken, dass der als begnadeter Intrigant geltende Brüderle nun
vom Fraktionsvorsitz aus die Strippen zieht – und dort seinem
Parteichef das Leben möglicherweise noch schwer macht. Zum anderen
aber hat das ganze Postengeschacher der letzten Tage beim Wähler
einen üblen Eindruck hinterlassen: Die Liberalen führten sich als
Partei vor, in der mit Inbrunst und ausgefahrenem Ellbogen um die
persönliche Karriere gekämpft wird. Für die Probleme der Bürger
bleibt da leider keine Zeit mehr…

Klaus Rimpel

Pressekontakt:
tz München
Redaktion
Telefon: 089 5306 505
politik@tz-online.de

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