Viel Gegenwind für den Artenschutz / „Windenergie-Gipfel“ von Bundesminister Altmaier: Deutsche Wildtier Stiftung kritisiert den Angriff der Windlobby auf den Natur- und Artenschutz

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Bei dem heute in Berlin stattfindenden
„Spitzengespräch zur Zukunft der Windenergie in Deutschland“ fordert
der Bundesverband Windenergie (BWE) den Natur- und Artenschutz und
die damit verbundene Gesetzgebung dem Ausbau der Windenergie
unterzuordnen. Dies ist mit aller Deutlichkeit abzulehnen.

„Die große, politisch anerkannte Herausforderung, die
Artenvielfalt auch in Deutschland zu erhalten, darf nicht dadurch
erschwert werden, dass – Zitat des BWE – „im Zweifel für die
Windenergie entschieden werden muss““, schreibt Prof. Fritz
Vahrenholt, Alleinvorstand der Deutschen Wildtier Stiftung, in einem
Brief an Peter Altmaier, Bundesminister für Wirtschaft und Energie.
Ziel des BWE ist offensichtlich, die umfassenden
Genehmigungsverfahren für den Bau von Windenergieanlagen auszuhebeln,
um nun auch die letzten Refugien der Wildtiere wie große Waldgebiete
für die Windenergie nutzbar zu machen. Auch das im
Bundesnaturschutzgesetz definierte Tötungsverbot möchte der BWE
aufweichen. „Es gibt kaum einen Industriezweig in Deutschland, der so
stark in die Populationen von Greifvögeln und Fledermäusen eingreift
wie die Windkraft. Wenn – wie vom BWE auch gefordert – beim Bau von
Windenergieanlagen keine strikten Abstandsregeln zu den Brutplätzen
mehr gelten sollen, riskieren wir Arten wie Rotmilan oder
Mäusebussard in Deutschland auszurotten. Schon heute werden jährlich
rund 12.000 Greifvögel durch Windenergieanlagen getötet. Bei der
Abwägung zwischen Windenergie und Artenschutz muss es heißen: Im
Zweifel für die Natur. Deshalb hat Windenergie in Wäldern auch nichts
zu suchen“, sagt Prof. Vahrenholt.

„Mit dem Bau von Windenergieanlagen in Waldgebieten wird das
komplexe Ökosystem mit all seinen wichtigen Funktionen als
Lebensraum, Nahrungsquelle und Klimaregulator beeinträchtigt“,
kritisiert der Alleinvorstand der Deutschen Wildtier Stiftung. Die
Bedürfnisse der Säugetiere und Vögel des Waldes wie Schwarzstorch,
Wildkatze oder Fledermaus bleiben auf der Strecke, wenn wir Wälder zu
Industrielandschaften machen. Denn nichts anderes ist es, wenn die
bis zu 240 m hohen Windräder den Luftraum beherrschen und die
Zufahrtstraßen den Wald zerschneiden.

Pressekontakt:
Eva Goris, Pressesprecherin,
Christoph-Probst-Weg 4,
20251 Hamburg,
Telefon 040 9707869-13, Fax 040 9707869-19,
E.Goris@DeutscheWildtierStiftung.de,
www.DeutscheWildtierStiftung.de

Original-Content von: Deutsche Wildtier Stiftung, übermittelt durch news aktuell

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