VKU zur „Roadmap Ressourceneffizientes Europa“ / Kommunale Strukturen der Ver- und Entsorgung stärken

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Die Europäische Kommission hat heute die „Roadmap
Ressourceneffizientes Europa“ vorgelegt, die die Steigerung der
Ressourceneffizienz sowie Änderungen im Konsumverhalten der
europäischen Bürger zum Ziel hat. „Wir begrüßen die Initiative der
Kommission. Entscheidend ist dabei der Ansatz, die Bereiche der
Energie, Wasser- und Abwasser sowie der Abfallpolitik in Zukunft
stärker aufeinander abzustimmen“, so Hans-Joachim Reck,
Hauptgeschäftsführer des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU). „Das
ehrgeizige Ziel, Ressourcenverbrauch und Wachstum zu entkoppeln, ist
jedoch nur zu erreichen, wenn die strukturellen, klimatischen und
wirtschaftlichen Gegebenheiten in den Regionen beachtet werden.“

Während beispielsweise eine effizientere Nutzung der
Wasserressourcen in heißen und trockenen Gegenden Europas dringend
erforderlich ist, würde im regenreichen Deutschland weiteres
Wassersparen zu erheblichen technischen und hygienischen Problemen in
den Versorgungsleitungen führen. Denn schon heute liegt der
Wassergebrauch pro Einwohner und Jahr in Deutschland europaweit im
unteren Drittel. Die Kommission sollte daher ihr derzeitiges
Instrumentarium, wie beispielsweise den in die Kritik geratene
Wassernutzungsindex WEI (Water Exploitation Index) gründlich
überarbeiten, um die Wassersituation in den Regionen realistisch
abzuschätzen.

Anders sieht es beim Abfallaufkommen aus. Pro Jahr verursacht ein
deutscher Bürger im Schnitt 587 Kilogramm Haushaltsabfälle – 148
Kilogramm mehr als ein Slowene. Im Bereich des Recyclings belegt
Deutschland jedoch dank der starken Rolle der Kommunen mit 64 Prozent
den Spitzenplatz. Im europäischen Mittel werden nur 40 Prozent
recycelt.

Vor dem Hintergrund zahlreicher Unterschiede innerhalb der EU
müssten daher spezifische Lösungen erarbeitet werden, so der VKU. „In
Deutschland und in vielen anderen europäischen Staaten haben wir
kommunal geprägte Strukturen in der Ver- und Entsorgung, die für ein
hohes Qualitätsniveau, die Ausrichtung am Nachhaltigkeitsgedanken und
sozialverträgliche Verbraucherpreise stehen“, so Reck. „Diese
Strukturen dürfen weder auf nationaler noch auf europäischer Ebene
mit der Begründung des Vorrangs des Wettbewerbsgedankens in Frage
gestellt werden, so wie wir es derzeit in der nationalen
Abfallpolitik beobachten!“

Das Thema Ressourceneffizienz ist ein Schwerpunkt der „EU 2020
Strategie“, die die Europäische Kommission im März 2010 vorgelegt
hatte und deren Ziel ist, eine intelligente, nachhaltige und
integrative Wirtschaft für Europa zu schaffen, die für Beschäftigung,
Produktivität und sozialen Zusammenhalt sorgt.

Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) vertritt rund 1.400
kommunalwirtschaftliche Unternehmen in den Bereichen Energie,
Wasser/Abwasser und Abfallwirtschaft. Mit über 240.000 Beschäftigten
wurden 2008 Umsatzerlöse von rund 92 Milliarden Euro erwirtschaftet
und etwa 8,8 Milliarden Euro investiert. Die VKU-Mitgliedsunternehmen
haben im Endkundensegment einen Marktanteil von 54,2 Prozent in der
Strom-, 51,4 Prozent in der Erdgas-, 77,5 Prozent in der
Trinkwasser-, 53,6 Prozent in der Wärmeversorgung und 11,8 Prozent in
der Abwasserentsorgung.

Pressekontakt:
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carsten.wagner@vku.de

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