WAZ: Den Wildwuchs beenden – Kommentar von Christopher Onkelbach zur Videoüberwachung

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Die Polizei überwacht die Bürger, die
Internetkonzerne verfolgen jeden Klick, Versicherungen sind an
jederart Daten interessiert, in Banken, Bahnhöfen, Tiefgaragen und
Kaufhäusern schauen rund um die Uhr Videokameras zu – und neuerdings
überwachen sich die Menschen schon gegenseitig. Die Furcht vor
allumfassender Beobachtung, die mit den Enthüllungen Edward Snowdens
geweckt wurde, schmolz in Zeiten der Terrorbedrohung. Dagegen wächst
die Bereitschaft, für Sicherheitsmaßnahmen Grundrechte
einzuschränken.

Wachsende technische Möglichkeiten sowie eine zugleich steigende
Bedrohung durch Attentate und Kriminalität verschieben mehr und mehr
die sensible Balance zwischen Sicherheit und Freiheit. Kaum ein
Bereich des Lebens ist noch vor Beobachtung sicher. Dass in der
Bevölkerung der Unmut darüber wächst, zeigt die wachsende Zahl von
Beschwerden gegen privat installierten Kameras.

Auf Schritt und Tritt beobachtet zu werden, lässt sich auch mit
dem Hinweis nicht rechtfertigen, dass Unbescholtene ja nichts zu
befürchten hätten. Diesem Wildwuchs muss der Gesetzgeber endlich
einen Riegel vorschieben.

Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 – 804 6519
zentralredaktion@waz.de

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