WAZ: Geld ist Dauerthema – Kommentar von Julia Emmrich

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Wer bei Sonnenschein einen Regenschirm einpackt, ist
ein ängstlicher Mensch. Normalerweise. Im Sommer 2011 war das anders.
Wer ständig mit Aprilwetter rechnen muss, wird vorsichtig. Was man
daran sieht: Mit der Angst ist es so eine Sache. Wer nicht ängstlich
sein will, sagt eben, er sei sicherheitsbewusst. Wer nach den Ängsten
der Deutschen fragt – wie es die R&V Versicherung seit 20 Jahren tut
– kann kaum mehr liefern als eine Momentaufnahme. Hätten die Forscher
dieses Jahr gefragt, wie groß die Angst ist, nach einem derart
verregneten Sommer gänzlich unerholt wieder in den Alltag zu starten
– die Quote wäre durch die Decke gegangen. Aber zum Glück gibt es
auch Langzeittrends. Und da fällt auf: Seit Jahren landet die Angst
vor steigenden Lebenskosten auf den vordersten Plätzen. Der Grund?
Geld ist ein Dauerthema. Wo für die Mehrheit das verfügbare Einkommen
eher sinkt, entsteht Angst. Angst um Lebensstandard, sozialen Status,
Teilhabe. Die Angst vor steigenden Kosten ist keine abstrakte
Inflationsangst. Es ist die mal begründete, mal nur gefühlte Sorge,
nicht mithalten zu können.

Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 / 804-6528
zentralredaktion@waz.de

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