Weser-Kurier: „Es wäre politischer Selbstmord, die Minijobs abzuschaffen“ – Interview mit ZEW-Ökonom Holger Bonin

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Trotz wachsender Kritik werden Minijobs weiter
eine bedeutende Rolle auf dem Arbeitsmarkt spielen. Diese
Einschätzung vertritt Holger Bonin, Arbeitsmarktökonom am Zentrum für
Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim. In einem
Interview mit dem Bremer WESER-KURIER (Donnerstag-Ausgabe) sagte der
Professor für Volkswirtschaftslehre: „Es wäre politischer Selbstmord,
die Minijobs abzuschaffen.“ Zwar unterstützt Bonin die Forderung
unter anderem der Grünen, bei Minijobs die Verdienstgrenze von
monatlich 450 Euro auf 100 Euro abzusenken – „dann würden stattdessen
mehr steuer- und sozialversicherungspflichtige Teilzeitjobs
entstehen.“ Doch zeige die große Nachfrage nach Minijobs, wie
zufrieden die meisten Minijobber mit ihrer Beschäftigungssituation
seien. Wer diese also drastisch einschränken oder gar abschaffen
wolle, habe „sieben Millionen Wähler gegen sich, die das in ihrem
Portemonnaie deutlich spüren würden.“ Bonin weiter: „Es gibt eine
Koalition zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern, weil beide von den
Minijobs profitieren.“

Pressekontakt:
Weser-Kurier
Produzierender Chefredakteur
Telefon: +49(0)421 3671 3200
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