Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Gewehre für Kinder in den USA

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Bei diesen Bildern, Werbesprüchen und Reaktionen
von Kunden kann einen schon die kalte Wut packen. Da preist eine
US-Firma Gewehre speziell für Kinder an – scharfe und damit tödliche
Waffen. Mit absoluter Selbstverständlichkeit beschreibt der
Hersteller das Angebot auf seiner Homepage im Internet als
Qualitätsware für Amerikas Jugend, schreckt auch nicht davor zurück,
selbst Babys mit Gewehren zu zeigen. Eine Schamgrenze scheint es
nicht zu geben. Unfassbar aus europäischer Sicht. Ebenso die geradezu
enthusiastischen Stellungnahmen von Eltern, die stolz erklären, wie
sehr sich ihre vier-, fünf-, oder auch sechsjährigen Sprösslinge über
bestimmte Gewehre freuen. Mit einem von diesen hat jetzt ein
Fünfjähriger seine kleine Schwester getötet. Ein Unfall.
Bedauerlich. So schätzt wohl die Mehrheit der Amerikaner das
tragische Geschehen ein. Das Recht auf Waffen deshalb antasten?
Niemals! Das wäre ein Angriff auf die Freiheit. Diese Ansicht
vertritt keinesfalls nur die Waffenlobby. Daran ändern auch tödliche
Schüsse von Kindern auf Kinder nichts. Und das ist unfassbar.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Nachrichtenleiter
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 – 585261

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