Wien 2011: Berichterstattung in Zeiten der Revolution

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Hoda Abdel-Hamid, die preisgekrönte
Korrespondentin von Al Jazeera, die schon aus dem Nahen Osten und
Nordafrika berichtet hat, konnte als Referentin für den in Kürze
stattfindenden Weltkongress der Zeitungen bzw. das World Editors
Forum gewonnen werden, wo sie in einer gemeinsamen Themensession zur
Nachrichtenberichterstattung über die Revolutionen des Arabischen
Frühlings sprechen wird.

Die Umstürze in den arabischen Ländern, die derzeit international
die Schlagzeilen beherrschen, bilden auch ein zentrales Thema beim
Weltkongress und beim Editors Forum, den jährlichen
Branchentreffpunkten der internationalen Zeitungswelt, die vom 12.
bis 15. Oktober in Wien stattfinden. Hierzu werden rund 1200
Verleger, Chefredakteure, CEOs, Geschäftsführer und andere leitende
Führungskräfte der Zeitungsbranche erwartet (Informationen zum
Programm und zur Anmeldung unter http://www.worldnewspaperweek.org ).

Neben Hoda Abdel-Hamid, die derzeit über den Umsturz in Libyen
berichtet, werden bei der Session „Berichterstattung in Zeiten der
Revolution“ folgende Sprecher vertreten sein: Dr. Said Laswad,
Herausgeber der libyschen Zeitung Tripoli Post; Philippe Massonnet,
Informationsdirektor bei Agence France-Presse; Gamal Eid,
Menschenrechtsanwalt beim Arabic Network for Human Rights Information
mit Sitz in Kairo, sowie Magda Abu-Fadil, Leiterin des
Journalistik-Schulungsprogramms an der American University of Beirut,
die als Moderatorin die Session leiten wird.

Die Berichterstattung über die Umstürze und deren Auswirkungen hat
sich als Herausforderung sowohl für internationale als auch für
einheimische Medien erwiesen. Vor diesem Hintergrund geht die
gemeinsame Themensession von Kongress und Forum insbesondere
folgenden Fragen nach:

– Wie können Nachrichtenmedien wirksam und wahrheitsgetreu von
einer Revolution und dem neuen Erwachen in den arabischen
Ländern berichten?

– Wo liegen die ethischen Grenzen der Berichterstattung? Wie viel
Gewalt darf gezeigt werden?

– Sind wir Journalisten oder Aktivisten?

– Wie können Nachrichtenmedien die Zuverlässigkeit von
Informationen sicherstellen, wenn sie Material aus Social Media
und von Bürgerjournalisten verwenden?

– Wie können Verlage ein Umfeld schaffen, das hohe journalistische
Standards sicherstellt, und welche Art von Rolle sollten die
Verlage spielen?

– Können Zeitungen in einer Revolution neutral sein? Wie sollten
sie mit alten Allianzen umgehen?

– Wie können Journalisten und Zeitungen ihre Quellen schützen?

Kongress und Forum veranstalten auch gemeinsam ein
Arbeitsfrühstück zum Thema „Erfahrungsberichte vom Arabischen
Frühling“, wo Redakteure, Journalisten und Herausgeber aus der
Region, die an den Konferenzveranstaltungen teilnehmen, eigene
Erfahrungen schildern werden.

Noch besteht Gelegenheit zur Anmeldung für die
Konferenzveranstaltungen in Wien, die vom Weltverband der Zeitungen
und Nachrichtenmedien (WAN-IFRA) organisiert und vom Verband
Österreichischer Zeitungen (VÖZ) als Partner unterstützt werden. Das
Editors Forum und der Weltkongress finden in diesem Jahr in
Verbindung mit der IFRA Expo, der größten internationalen Fachmesse
für die Zeitungs- und Medienbranche, statt. Umfassende Informationen
zu sämtlichen Veranstaltungsangeboten im Rahmen der Woche der
Zeitungswelt sind unter http://www.worldnewspaperweek.org abrufbar.

Neben der IFRA Expo, dem 63. Weltkongress der Zeitungen und dem
18. World Editors Forum werden in dieser Woche u.a. folgende
Veranstaltungen angeboten: die 4. Internationale Tablet- und
E-Reading-Konferenz; die „Power of Print“ Focus Sessions; Media Port
2011; die jährlich stattfindenden Runden Tische zu den Themen
Pressefreiheit, Medienentwicklung und Junge Leser; und vieles mehr.

Der Weltkongress der Zeitungen beschäftigt sich schwerpunktmäßig
mit den Business-Aspekten des Zeitungsgeschäfts und wird in der Regel
von Verlegern, CEOs, Geschäftsführern und anderen Führungskräften aus
dem Bereich Zeitungsmanagement besucht. Das World Editors Forum
befasst sich insbesondere mit redaktionellen Themen – von der
Organisation von Multimedia-Redaktionen bis hin zum
Qualitätsjournalismus – und wird von Chefredakteuren und anderen
redaktionellen Führungskräften besucht.

WAN-IFRA, mit Sitz in Paris, Frankreich, und Darmstadt,
Deutschland, sowie Regionalbüros in Singapur, Indien, Spanien,
Frankreich und Schweden, ist der Weltverband der Zeitungen und
Nachrichtenmedien und vertritt mehr als 18.000 Publikationen, 15.000
Online-Sites und über 3000 Unternehmen in mehr als 120 Ländern.
Vorrangiges Ziel des Verbandes ist die Verteidigung und Förderung von
Pressefreiheit, Qualitätsjournalismus und redaktioneller Integrität
sowie die Entwicklung von erfolgreichen Geschäftsaktivitäten.

Erfahren Sie mehr über WAN-IFRA unter http://www.wan-ifra.org oder
durch das WAN-IFRA Magazine unter http://www.wan-ifra.org/magazine

Pressekontakt:
Auskunft erteilt: Larry Kilman, Director of Communications and Public
Affairs, WAN-IFRA, 96 bis, rue Beaubourg, 75003 Paris, Frankreich.
Tel.: +33 1 47 42 85 07. Fax: +33 1 42 78 92 33. Mobil: +33 6 10 28
97 36. E-Mail: larry.kilman@wan-ifra.org

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