„Wo Antisemitismus herrscht, stirbt die Demokratie“: Ahmad Mansour zu Gast bei „WDR Freitagnacht Jews“ mit Daniel Donskoy

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In der aktuellen – bereits im April aufgezeichneten – Folge von „Freitagnacht Jews“ (heute ab 17 Uhr im WDR YouTube-Kanal und in der ARD-Mediathek) begrüßt Gastgeber Daniel Donskoy den arabischen Israeli Ahmad Mansour. Der Psychologe setzt sich seit Jahren aktiv gegen islamischen Antisemitismus ein.

Ahmad Mansour ist mit dem tiefen Konflikt zwischen Palästinensern und Israelis groß geworden. Er stammt aus einem arabischen Dorf in Israel, 2004 zog er von Tel Aviv nach Berlin. Bei „Freitagnacht Jews“ erzählt er, was ihn seitdem antreibt: „Ich kam hierher, weil ich eine andere Realität erleben wollte. Und dann habe ich in Berlin-Neukölln angefangen zu arbeiten, in einem Projekt namens ,Heroes–. Ich war sehr oft in den Schulen und habe bemerkt: Alles, was ich hinter mir lassen wollte, treffe ich hier. Und zwar noch härter, noch radikaler, noch deutlicher.“ Mansour ist Diplom-Psychologe, Bestseller-Autor, Islamismus-Experte. Seit Jahren engagiert er sich für ein friedliches Miteinander von Muslimen und Juden. Auf Daniel Donskoys Frage, warum er sich als Araber gegen Antisemitismus einsetzt, antwortet er: „Antisemitismus trifft nicht nur Juden, es trifft die Gesellschaft insgesamt. Da, wo Antisemitismus herrscht, stirbt die Demokratie!“

„Wer Vielfalt der jüdischen Identität begreifen will, muss auch mit Nicht-Juden sprechen“

„Freitagnacht Jews“ setzt auf Perspektivwechsel – und Daniel Donskoy erklärt zu Beginn der fünften Folge, warum er mit Ahmad Mansour einen Nicht-Juden eingeladen hat: „Wenn man die Vielfalt der jüdischen Identität Deutschlands begreifen möchte, muss man nicht nur mit Jüdinnen und Juden sprechen, sondern auch mit anderen.“

Zum Thema muslimischer Antisemitismus sagt Donskoy: „Gerne wird behauptet, der Großteil des antisemitischen Gedankengutes in Deutschland käme aus der muslimischen Community. Aber Politikerinnen und Politiker, die das immer wieder behaupten, schieben den Antisemitismus in der Mitte wie eine unsichtbare Wand vor sich her.“

„Freitagnacht Jews“ gibt es jeweils freitags ab 17 Uhr mit einer neuen Folge im WDR-YouTube-Kanal und in der ARD-Mediathek, ab dem 18. Juni zeigt das WDR Fernsehen immer freitags eine der insgesamt acht Folgen. Die Sendung ist eine Produktion der Turbokultur GmbH im Auftrag des WDR. Produzenten sind David Hadda und Martin Danisch, Executive Producer ist Remigius Roskosch und Creative Producer ist Daniel Donskoy. Die WDR-Redaktion liegt bei Thomas Hallet und Marion Menne-Mickler, Mitarbeit: Maja Andresen.

Fotos finden Sie unter www.ard-foto.de

Weitere Infos: www.freitagnachtjews.wdr.de

Angemeldete Journalist*innen finden die Folge vorab in der WDR-Presselounge: www.presse.wdr.de

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