zu Angriffen in Leipzig-Connewitz/Reaktion Linke

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Linkes Doppelspiel

Raimund Neuß zur Eskalation in Leipzig Unfassbar, was in der Neujahrsnacht in
Leipzig-Connewitz passiert ist. Offensichtlich linksextremistische Gewattäter
reißen einem Polizisten den Helm ab. Dann greifen sie den nun schutzlosen Mann
mit Feuerwerkskörpern an und verletzen ihn lebensgefährlich. Zu Recht nehmen die
Ermittler einen Mordversuch an. Unfassbar aber auch das Echo, das die
Gewaltorgie in der Linkspartei findet. Und das hebt den Leipziger Fall von
anderen massiven Angriffen wie gerade eben in Bonn-Tannenbusch ab. “Cops raus
aus Connewitz”, fordert die sächsische Landtagsabgeordnete Juliane Nagel. Und
die Jugendorganisation der Partei fabuliert von Polizisten, die ein
“antifaschistisches Stadtviertel” hätten niederwerfen wollen. Diese Reaktion aus
den Reihen einer Partei, die ungeachtet ihrer Vergangenheit als demokratisch
wahrgenommen werden will, diese Reaktion ist der Skandal im Skandal. Sie hat mit
legitimer Kritik an Polizeiarbeit nichts mehr zu tun. Natürlich kann die Partei
insgesamt, können auch ihre durchaus respektablen Vertreter in drei
Landesregierungen nicht für jede Äußerung jedes Mitglieds verantwortlich gemacht
werden. Eine demokratische Partei darf Sympathisanten von Kriminellen aber nicht
in ihren Reihen dulden, schon gar nicht als Mandats- oder Funktionsträger.
Welche Maßnahmen wird die Parteiführung denn jetzt ergreifen? Kommt von dort
wenigstens eine scharfe Verurteilung? Fehlanzeige. Frau Nagel selbst findet ihre
Äußerungen gerade mal “unglücklich”. Die Linke spreizt sich in staatstragender
Wohlanständigkeit und lässt zugleich die Grenze zum Extremismus verschwimmen.
Auch da, bei den Gewalttätern von Connewitz bis zum Hambacher Forst, sind ja
potenzielle Wähler zu finden. Eine perfide Form politischer
Produktdifferenzierung.

Pressekontakt:

Kölnische Rundschau
Raimund Neuß
Telefon: 0228-6688-546
print@kr-redaktion.de

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