Zwei Jahre Parents for Future Germany

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Parents for Future Germany wird am 21. Februar 2021 zwei Jahre alt.

Wir sind 2019 angetreten, um die berechtigten Forderungen der Generation unserer Kinder nach einem effektiven Klimaschutz zu unterstützen und eigene Aktionen als Teil der internationalen Klimagerechtigkeitsbewegung zu initiieren.

Geboren aus der tiefen Überzeugung, dass Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene ein unumstößliches Recht auf eine lebenswerte Welt haben, wenn sie selbst einmal Eltern und Großeltern sind, fordern wir ein gesellschaftliches, politisches und wirtschaftliches Umdenken in allen Sektoren, hin zu einer radikalen Senkung der Treibhausgasemissionen in den kommenden zehn Jahren.

Unser Ziel ist die Einhaltung der Klimaziele des Pariser Überkommens von 2015 und damit die Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter. Ohne Wenn und Aber.

Wir Parents for Future stehen für die Generation, die von der massiven Verbrennung fossiler Energieträger profitiert hat. Unser Lebensstandard basiert auf der ungezügelten Nutzung von Öl, Gas und Kohle. Unsere Generation muss die Verantwortung übernehmen für eine Welt, die die Klimazerstörung trotz besseren Wissens weiter vorangetrieben hat und die die letzte Generation sein wird, die die Weichen zu einer Abmilderung der Folgen der Klimakrise maßgeblich stellen kann.

Wir haben verstanden, dass diese dringend notwendige Transformation ein gesellschaftlicher Kraftakt ist, der von uns allen große Anstrengung und zuweilen auch Opfer fordern wird. Wir haben aber auch verstanden, dass die globale Katastrophe der Klimazerstörung nicht auf dem Rücken derer bekämpft werden darf, die am wenigsten zu ihrer Entstehung beigetragen haben oder zu ihrer Eindämmung beisteuern können. Weder die Generationen dieser Welt, die zu jung sind, noch die Menschen im globalen Süden, auf deren Kosten wir unseren Wohlstand aufgebaut haben, und auch nicht die finanziell Schwachen der hochentwickelten Länder dürfen unter der anstehenden Transformation zusätzlich leiden.
Im Gegenteil: Die enorme Konzentration von finanzieller und wirtschaftlicher Macht in den Händen Weniger ist ein Resultat unseres ungebremsten Hungers nach immer mehr „Wohlstand“, der sich immer mehr als „Schlechtstand“ entpuppt, weil er unser aller Lebensgrundlagen zerstört.

Parents for Future Germany hat in den ersten zwei Jahren ihres Bestehens viel hinzugelernt. Sie ist eine selbstbewusste und laute Bewegung geworden, die auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basierend mit vielfältigen Initiativen und Aktionen die klimagerechte Transformation unserer Gesellschaft nicht nur einfordert, sondern aktiv eingreift, wo die Zerstörung sichtbar wird.

Die Klimakrise kann nicht weiter ignoriert werden, ihre Auswirkungen sind weltweit sichtbar. Zu ihrer Bewältigung müssen wir alle beitragen, jede*r nach seinen*ihren Möglichkeiten. Und für eine gerechte Krisenbekämpfung müssen an erster Stelle diejenigen verpflichtet werden, die in den vergangenen Jahrzehnten am meisten profitiert haben.

Zusammen mit vielen anderen Klimagerechtigkeitsbewegungen weltweit sind wir auf einem guten Weg.

Wir werden die kommenden Wahlen zu Klimawahlen machen und dafür sorgen, dass keine Partei Regierungsverantwortung erhält, die das 1,5 Grad-Ziel nicht konsequent verfolgt.

Wir werden dazu beitragen, dass die Schuldigen an der weiteren Zerstörung des Klimas deutlich benannt werden: Vom unzureichenden und viel zu späten Kohleausstieg, über die Verbrennung von Fracking-Gas bis zum Import von Russischem Erdgas durch Nordstream 2, vom unverantwortlichen Ausbau des deutschen Autobahnnetzes um 850 km bis zu milliardenschweren Subventionen für die Kohleindustrie oder Flug-Kerosin, von lobby-hörigen Politiker*innen bis zu zukunftsvergessenen Wirtschaftsinitiativen, von rechtsextremen Klimaleugnern bis zu parteipolitischen Trittbrettfahrern, von rechtsbeugenden politischen Mandatsträgern bis zur Nichteinlösung großspuriger Wahlversprechen.

Parents for Future Germany steht für einen gerechten Wandel unserer Gesellschaft und weltweit.

Aus diesem Grund rufen wir zusammen mit der internationalen Klimagerechtigkeitsbewegung am 19.03.2021 zum nächsten Globalen Streik unter #NoMoreEmptyPromises auf!

#KeineLeerenVersprechungenMehr

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