Badische Zeitung: Spahn zu Krankenkassen-Reserven: Ein Schritt zu schnell / Kommentar von Bernard Walker

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Dieses Mal hat Gesundheitsminister Spahn über
sein Metier gesprochen: Die Krankenkassen, so der CDU-Politiker,
sollen ihre Finanzrücklagen abbauen und so Geld an ihre Mitglieder
zurückgeben. Das erweist sich bei näherem Hinsehen als reichlich
kühn. Richtig ist Spahns Hinweis, dass finanziell beides möglich ist.
Viele Kassen könnten mit niedrigeren Beiträgen auskommen. Allerdings
gilt das nur für jetzt und heute. Niemand weiß, welche Ausgaben
demnächst auf die Kassen zukommen. Und ebenso ist offen, wie sich
Konjunktur und Beschäftigungslage entwickeln. Daneben gibt es weitere
Unbekannte. Seit Jahren steht die Frage im Raum, ob der
Finanzausgleich der knapp 120 Kassen geändert wird. Davon hat die
Öffentlichkeit wenig Notiz genommen, weil dieses Thema kompliziert
ist, wie allein der Name des Systems belegt: „morbiditätsorientierter
Risikostrukturausgleich“. Ob die Große Koalition den Ausgleich
ändert, ist offen. Mit dem Vorstoß zum Abschmelzen hoher Rücklagen
geht Spahn also den zweiten Schritt vor dem ersten. Es dürfte viele
Versicherte geben, die ein ordentliches Finanzpolster ihrer Kasse gar
nicht schlecht finden – die also lieber auf zehn oder 20 Euro im
Monat verzichten, als künftig vielleicht ein Auf und Ab des Beitrags
zu erleben. http://mehr.bz/khs94k

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