BDIU erinnert Justizministerkonferenz an Zusage für bessere Inkasso-Aufsicht – Branche stärkt mit neuem Verhaltenskodex den verbandlichen Verbraucherschutz

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In dieser Woche werden sich die Justizminister der
Länder auf ihrer Konferenz mit der Inkasso-Aufsicht beschäftigen.
„Wir erwarten konkrete Beschlüsse“, sagt Kay Uwe Berg,
Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Deutscher Inkasso-Unternehmen
(BDIU), am Montag in Berlin. „Die Aufsicht über Inkassounternehmen
ist auf zu viele Köpfe zersplittert – wir kritisieren diesen
Missstand in Übereinstimmung mit den Verbraucherschützern schon seit
vielen Jahren. Das macht es schwarzen Schafen und kriminellen Banden,
die sich als Inkassounternehmen ausgeben, viel zu leicht. Die Politik
hat dieses Problem völlig zu Recht erkannt und Verbesserungen
versprochen. Diesen Worten müssen nun auch Taten folgen.“

Wichtig sei eine Zentralisierung der Aufsicht. Bislang ist sie auf
fast 40 Zivilgerichte in den Bundesländern verteilt „Das geltende
Recht muss besser durchgesetzt werden. So schützt man Verbraucher und
Unternehmen am besten vor unseriösem Inkasso. Solange das nicht
geschieht, helfen zusätzliche Regelungen oder auch neue Gesetze nicht
weiter“, ergänzt Berg. Das Bundesministerium der Justiz und für
Verbraucherschutz will noch in diesem Jahr einen Gesetzentwurf
vorliegen, mit dem das Inkassorecht verbraucherfreundlich
weiterentwickelt werden soll.

Wegen des jahrelangen Stillstandes im Bereich Stärkung der
Aufsicht hat der BDIU die eigene Branchenaufsicht weiter ausgebaut
und ist dabei, Standards für seriöses Inkasso zu etablieren. Erst vor
einem Monat hatte sich die Mitgliederversammlung des Inkassoverbands
mit großer Mehrheit für den ersten Entwurf eines neuen
Verhaltenskodex ausgesprochen. Dieser Code of Conduct beinhaltet in
über 70 Paragrafen unter anderem Regeln zu Kommunikation und Umgang
mit Schuldnern, zur Prüfung der Richtigkeit einer Forderung und zur
Prävention von Identitätsdiebstählen. In diesem Zug verstärkt der
BDIU auch die verbandliche Branchenschlichtungsstelle, an die sich
Verbraucher bei Problemen mit Inkassounternehmen jederzeit wenden
können. An deren Spitze steht seit April die neue Ombudsfrau des
Verbands, die ehemalige Bundesjustizministerin Brigitte Zypries.

„Mit dem Code of Conduct und dem Ausbau der Verbraucherschlichtung
stärken wir den Verbraucherschutz nachhaltig“, so Berg. „Sogar bei
den Inkassokosten, insbesondere bei den Kosten für
Ratenzahlungsvereinbarungen und der Doppelbeauftragung von
Rechtsanwalt und Inkassounternehmen haben sich unsere Mitglieder –
immerhin fast 80 Prozent der aktiven Marktteilnehmer – zu klaren
Regelungen im Interesse der Verbraucher bekannt. Nun ist es am
Gesetzgeber, nachzuziehen und gegen unseriöses Inkasso außerhalb der
Verbandsgrenzen vorzugehen.“

Pressekontakt:
BDIU e.V.
Pressesprecher marco.weber@inkasso.de

Original-Content von: Bundesverband Deutscher Inkasso-Unternehmen BDIU, übermittelt durch news aktuell

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