BERLINER MORGENPOST: Ungeahnter Kindersegen / Kommentar von Joachim Fahrun zu Kita-Plätze

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Kurzform: Nun kann man dem Senat vieles vorwerfen,
aber nicht, dass in Sachen Kita-Ausbau nichts passieren würde.
Tausende neue Plätze entstehen jedes Jahr, stetig gibt Berlin mehr
Geld für Kinderbetreuung aus, die Gebühren für Eltern wurden
abgeschafft. Gleichwohl tut sich der Senat schwer, das Wettrennen mit
dem Kinderboom zu gewinnen und allen Eltern Plätze anbieten zu
können. Denn es geht weniger um Räume, sondern um Personal. Auch wenn
es inzwischen deutlich mehr Erzieherinnen und Erzieher gibt und die
Ausbildung massiv hochgefahren wurde, reicht es immer noch nicht. So
müssen es wohl wie schon an den Schulen Quereinsteiger aus anderen
Berufsfeldern richten und die Fachkräfte in den Kitas verstärken.
Selbst das wird schwierig genug.

Der vollständige Kommentar: Es ist ein Segen: Menschen entscheiden
sich für die Zukunft und setzen Nachwuchs in die Welt. Und viele
davon gehen eben nicht ins Umland, sondern ziehen ihre Kinder in
Berlin groß. Dass dieser Lebensentwurf hier ganz gut funktionieren
kann, weiß jeder, der mal in Barcelona einen Park zum Toben, in
London einen Kinderspielplatz oder in der westdeutschen Provinz einen
Kita-Platz gesucht hat. Immer mehr Kinder leben in unserer Stadt. Die
heutigen Kleinkinder-Jahrgänge sind deutlich zahlreicher als ihre
Vorgänger. Weil niemand so richtig auf diese Trendwende vorbereitet
war, wird der Kindersegen nun zu einem drängenden Problem. Die lieben
Kleinen wollen auch betreut werden. Niemand erwartet mehr, dass Mutti
wie früher ihren Job zurückstellt und sich daheim um die Kinder
kümmert. Nun kann man dem Senat vieles vorwerfen, aber nicht, dass in
Sachen Kita-Ausbau nichts passieren würde. Tausende neue Plätze
entstehen jedes Jahr, stetig gibt Berlin mehr Geld für
Kinderbetreuung aus, die Gebühren für Eltern wurden abgeschafft.
Gleichwohl tut sich der Senat schwer, das Wettrennen mit dem
Kinderboom zu gewinnen und allen Eltern Plätze anbieten zu können.
Denn es geht weniger um Räume, sondern um Personal. Auch wenn es
inzwischen deutlich mehr Erzieherinnen und Erzieher gibt und die
Ausbildung massiv hochgefahren wurde, reicht es immer noch nicht. So
müssen es wohl wie schon an den Schulen Quereinsteiger aus anderen
Berufsfeldern richten und die Fachkräfte in den Kitas verstärken.
Selbst das wird schwierig genug. Für Eltern bleibt nur, sich
rechtzeitig um einen Platz zu kümmern und es hinzunehmen, wenn nicht
nur Fachpersonal die Kleinen betreut. In den Kitas fehlt es nicht an
Engagement der Politik oder am Geld. Sondern an Menschen, die diesen
Job machen wollen und können. Das ist bitter für viele Eltern. Und
noch schlimmer für die Kinder, die ohne optimale Förderung ins Leben
starten müssen.

Pressekontakt:
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