Die Zentrale Rechnungseingangsplattform des Bundes ist ab sofort online!

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Staatssekretär Vitt und Projektbeteiligte
 

Grund für die Einführung der ZRE ist die EU-Richtlinie 2014/55/EU, das nationale E-Rechnungsgesetz und die E-Rechnungsverordnung des Bundes. Die gesetzlichen Vorgaben verpflichten die öffentliche Verwaltung in Deutschland, E-Rechnungen ab dem 27. November 2018 zu empfangen und zu verarbeiten. Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Hei-mat (BMI) und das Bundesministerium der Finanzen (BMF) verantworten dabei als Kooperation die Umsetzung der E-Rechnung auf der Ebene des Bundes.

Die bisherige Rechnungsstellung ist mit hohem Arbeitsaufwand, Papieraufkommen und hohen Portokosten verbunden. Der Bund erhofft sich durch die ZRE vor allem eine höhere Effektivität und Effizienz in der Rechnungsbearbeitung, da zum Beispiel Post-laufzeiten entfallen sowie Papier- und Versandkosten gespart werden können. Der gesamte Prozess – von Rechnungserstellung über die Einreichung bis zur Rechnungsbearbeitung in einer Behörde – erfolgt medienbruchfrei, vollständig automatisiert und in einem einheitlichen standardisierten Format.

Seit 2015 wurde an der Umsetzung der E-Rechnung in der Bundesverwaltung in Rahmen der Einführung der ZRE gearbeitet. Bei der Realisierung war maßgeblich das IT-Unternehmen Schütze Consulting AG beteiligt. Das Unternehmen hat das BMI und das BMF von Beginn an fachlich begleitet. Zunächst wurde ein Implementierungskonzept entworfen, welches die notwendigen Grundlagen für eine fristgerechte und erfolgreiche Umsetzung der elektronischen Rechnungsstellung festlegte. Daran anknüp-fend wurde in einem Architekturkonzept die technologische Umsetzung auf der nationalen Ebene verfasst und veröffentlicht. Auf der Grundlage der beiden Konzepte konnte schließlich die Umsetzung und Inbetriebnahme der ZRE realisiert werden, sodass pünktlich zur gesetzlichen Umsetzungsfrist die erste Version produktivgesetzt wurde.

Die Einführung der ZRE startete mit einer Pilotierungsphase. In dieser Phase konnten Lieferanten und Dienstleister sowie die Behörden die Leistungen der ZRE erproben und die Weiterentwicklung der ZRE maßgeblich mitgestalten. Auf dieser Grundlage können ab dem heutigen Tag die obersten Bundesbehörden und Verfassungsorgane E-Rechnungen über die ZRE empfangen.

Um der mittelbaren Bundesverwaltung, Zuwendungsempfängern und sonstigen Bundeseinrichtungen die Verarbeitung der elekt-ronischen Rechnungsbearbeitung zu ermöglichen, werden derzeit die technischen und organisatorischen Rahmenbedingungen für die Nachnutzung zum 27. November 2019 vorbereitet.

Die ZRE ist lediglich für die unmittelbare Bundesverwaltung verpflichtend. Öffentliche Einrichtungen auf länder- und kommunaler Ebene müssen zwar die E-Rechnung umzusetzen, können aber auch Empfangsportale für E-Rechnungen anstelle der ZRE nutzen.

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