Kölner Stadt-Anzeiger: Katholische Bistümer solidarisieren sich mit Frankfurter Hochschulrektor Klares Vertrauensvotum für Pater Ansgar Wucherpfennig nach faktischer Absetzung durch den Vatikan

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Gegen die faktische Absetzung des Frankfurter
Hochschulrektors Ansgar Wucherpfennig durch den Vatikan formiert sich
Widerstand. Nach dem Limburger Bischof Georg Bätzing stellen sich nun
auch die Bistümer Osnabrück und Hildesheim vor den Theologen, der im
Februar für eine dritte Amtszeit in der Führung der
Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt
gewählt worden war. Die Bildungskongregation in Rom verweigert ihm
das erforderliche „Nihil obstat“ (Unbedenklichkeitserklärung). Grund
dafür ist ein Plädoyer Wucherpfennigs für einen aufgeschlosseneren
Umgang der Kirche mit Homosexuellen. Der Regens (Leiter der
Priesterausbildung) im Bistum Hildesheim, Martin Marahrens, lobte
Wucherpfennigs Verdienste um eine „einzigartige Kombination von
qualitativ hochwertiger akademischer Lehre und zutiefst kirchlich
geprägter Spiritualität“ an der Hochschule des Jesuitenordens. „Dabei
war es ihm ein großes Anliegen, immer wieder auch in einen Diskurs
mit gesellschaftlichen Fragen zu treten. Dies begrüße ich
ausdrücklich. Wir brauchen junge Theologen, die umfassend auskunfts-
und diskursfähig sind“, sagte Marahrens dem „Kölner Stadt-Anzeiger“
und der „Frankfurter Rundschau“ (Mittwoch-Ausgaben). Die Bistümer
Hamburg, Hildesheim, Limburg und Osnabrück lassen ihre
Priesteranwärter in Sankt Georgen ausbilden. Im Jahr 1985 verbrachte
dort auch der amtierende Papst einen Studienaufenthalt. Marahrens
sagte, er habe mit Wucherpfennig, der aus dem Bistum Hildesheim
stammt, „sehr vertrauensvoll zusammengearbeitet. „Ich würde es
außerordentlich bedauern, wenn er seine dritte Amtsperiode als Rektor
nicht antreten kann.“ Auch das Bistum Osnabrück sprach Wucherpfennig
das Vertrauen aus. „Es ist unseres Erachtens legitim, pastorale
Fragen offen zu diskutieren. Dazu gehört auch die Frage, wie die
Kirche die Beziehung zwischen zwei gleichgeschlechtlichen Menschen
begleitet und wie sie diesen Menschen gerecht wird“, sagte
Bistumssprecher Hermann Haarmann den Zeitungen.

Pressekontakt:
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