Neues Deutschland: Berliner Wahlen und die A 100

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Über den Weiterbau der Berliner Stadtautobahn
A 100 von Neukölln zum Treptower Park waren die Fraktionen bis
zur gestrigen Abgeordnetenhauswahl tief zerstritten. Da die Wahl aber
nichts daran geändert hat, dass es Befürworter und Gegner gibt,
beginnt nun die Suche nach Kompromissen. Möglichkeiten dafür gibt es
eine ganze Reihe: Die A 100 wird gebaut, darf aber nur mit
Tempo 30 befahren werden. Die A 100 wird gebaut, aber nur für
den Fahrradverkehr freigegeben. Die A 100 wird nicht gebaut, an
ihrer Stelle aber eine Autobahn mit der noch freien Bezeichnung
A 50. Die A 100 wird gebaut, aber nur in Fahrtrichtung
stadtauswärts. Die A 100 wird nicht gebaut, aber alle Gegner
des Projekts bekommen Fahrverbot. Die A 100 wird gebaut, aber
alle Befürworter des Projekts bekommen Fahrverbot. Die A 100
wird gebaut, nach einem Jahr Probebetrieb aber wieder abgerissen. Die
A 100 wird nicht gebaut, dafür aber alle anderen Straßen in der
Hauptstadt in Klaus-Wowereit-Allee umbenannt.

Pressekontakt:
Neues Deutschland
Redaktion

Telefon: 030/2978-1715

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