NOZ: Niedersachsen will zum kommenden Schuljahr 1900 neue Lehrer einstellen

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Niedersachsen will zum kommenden Schuljahr 1900
neue Lehrer einstellen

Kultusminister Tonne stellt Verbesserungen bei Bezahlung,
Arbeitszeit und Entlastungen in Aussicht

Osnabrück. Das Land Niedersachsen will für das kommende Schuljahr
1900 neue Lehrer einstellen. Das sagte Kultusminister Grant Hendrik
Tonne (SPD) im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“: „Wir
schreiben bedarfsgerecht 1900 Stellen zum ersten Schulhalbjahr
2019/2020 aus.“ Demnach sollen an den Grund-, Haupt und Realschulen
650 Stellen, an den Oberschulen 500 und an den Gesamtschulen 400
Stellen geschaffen werden. 180 Stellen sind demnach an Gymnasien, 170
an Förderschulen vorgesehen. „Unser Ziel ist aber nicht nur ein
Maximum von Stellen auszuschreiben, sondern vor allem auch zu
besetzen“, sagte der Minister.

In den vergangenen Jahren waren immer wieder Stellen unbesetzt
geblieben, da bundesweit Lehrer knapp sind. Eine Landtagspetition mit
derzeit mehr als 31.000 Unterstützern fordert derzeit vom Land eine
Mindestvergütung von Lehrkräften auf dem Besoldungsniveau A13. Eine
solche Anhebung für zahlreiche Lehrkräfte will Tonne aber nicht
versprechen: „Wir stellen uns in der Landesregierung natürlich auch
der Frage, wie wir bei offensichtlich schwieriger werdenden
finanziellen Verhältnissen auch für Lehrkräfte attraktiv bleiben
können“, sagte der Minister. „Aber das geht auch insgesamt einher mit
der Frage, wie wir das Berufsfeld insgesamt attraktiver machen
können. Da haben wir mehrere Bälle in der Luft, es geht um
schrittweise Verbesserungen bei Bezahlung, Arbeitszeit und
Entlastungen“, sagte der SPD-Politiker der „NOZ“. Zudem starte das
Land eine Imagekampagne, „um auf die Vorzüge des Lehramts in
Niedersachsen aufmerksam zu machen und für den Einstieg in den
Lehramtsberuf in Niedersachsen zu werben“.

In der Debatte um die schlechten Abiturnoten in Niedersachsen
kündigte Tonne „einen genauen Blick auf den Bereich Mathematik“ an.
In dem Bereich könne man erkennen, dass die Leistungen der
niedersächsischen Schüler im Schnitt schwächer ausfielen als
erwartet. Man überlege derzeit, wie man möglicherweise nachsteuern
und „das Fach Mathematik stärken“ und möglicherweise nachsteuern
können.

Eine generelle Reform des Abiturs lehnte Tonne ab. Die aktuellen
Zahlen zeigten „keine signifikanten Veränderungen“. „Es gibt keinen
Grund zu Aktionismus. Das Abitur ist und bleibt anspruchsvoll“, sagte
er. Es werde deshalb auch immer wieder Menschen geben, die es nicht
bestünden, sagte Tonne. „Das gehört dazu“, ergänzte er. Einem Bericht
der Deutschen Presse-Agentur zufolge ist die Zahl der nicht
bestandenen Abiturprüfungen zuletzt stetig angestiegen. Mit einem
Notendurchschnitt von 2,57 schnitten Niedersachsens Abiturienten
bundesweit am schlechtesten ab.

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

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