Ost-Ausschuss begrüßt Putins Gesprächsangebot an die EU als „wichtigen Impuls für konstruktive Gespräche“

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Vorsitzender Hermes: Gastbeitrag in der „Zeit“ korrigiert Ansicht, wonach sich Russland von Europa abwendet – „Nun müssen beide Seiten liefern“

Osnabrück. Der Vorsitzende des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft sieht in dem Beitrag von Russlands Präsident Wladimir Putin für die „Zeit“ einen „wichtigen Impuls für konstruktive Gespräche“. Oliver Hermes sagte der „Neuen Osnabrücker Zeitung“: „Mit seinem Gastbeitrag betont Präsident Putin, dass er den Weg der Verständigung gehen will und, wie er schreibt, ,die Wiederherstellung einer umfassenden Partnerschaft zu Europa– anstrebt. Das ist eine starke Aussage, denn zuletzt wurden die Signale aus Russland vielfach so interpretiert, dass sich das Land von Europa abwendet und als eigenständige eurasische Macht definiert. Der Artikel korrigiert dies nachdrücklich.“

Mit Blick auf das Treffen der EU-Staats- und -Regierungschefs in Brüssel sagte Hermes: „Es ist sehr gut, dass auch Bundeskanzlerin Merkel und Präsident Macron jetzt einen Schritt gegangen sind und wieder die Aufnahme von EU-Russland-Gipfeltreffen ins Spiel bringen.“ Einen ersten Impuls habe es bereits durch das Gipfel-Treffen zwischen Biden und Putin in Genf gegeben.

Hermes sagte der „NOZ“ weiter: „Die EU-Strategie sieht ausdrücklich ein ,selective engagement– mit Russland trotz politischer Konflikte vor und nennt dafür etwa Bereiche wie den Umwelt- und Klimaschutz, Gesundheit, Digitalisierung und Sicherheit. Genau diese Punkte nennt auch Putin in seinem Gastbeitrag. Die gemeinsame Schnittmenge für eine ,konstruktive Interdependenz–, wie Putin es nennt, ist also groß.“

Ohne eine konstruktive Beziehung zwischen der EU und Russland seien die erfolgreiche Bekämpfung der Pandemie-Folgen und der Schutz des Klimas kaum umsetzbar, sagte Hermes. Der Vorsitzende des Ostausschusses betonte: „Ein Dialog ist ein erster Schritt, dem aber dann die konkrete Umsetzung folgen muss. Beide Seiten müssen liefern. Die deutsche Wirtschaft steht bereit, weiter ihren Beitrag zur Verständigung und zur Intensivierung der praktischen Zusammenarbeit zu leisten.“

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