Pflichtbewusste First Lady / Melania Trump gibt sich im Rahmen des Parteitags differenzierter als alle anderen Redner.

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Schon klar, es gehört zu den Aufgaben Melania Trumps, das Bild ihres Mannes zu glätten. Sie hat dem egoistischen, die Wahrheit der Corona-Malaise auf bizarre Weise verbiegenden, zu Worten der Anteilnahme kaum fähigen Donald Trump einen Gegenentwurf entgegengesetzt. In ihrer Zeichnung ist der Präsident der mitfühlende Landesvater, der sich unermüdlich aufreibt, um Kranken und Arbeitslosen zu helfen. Den Job, ihren Ehemann weichzuzeichnen, hat sie im Garten des Weißen Hauses erledigt, eher pflichtbewusst als begeistert. Das war die eine First Lady, die mit internen Querelen nicht an die Öffentlichkeit geht, schon gar nicht auf einem Wahlkongress. Die andere Melania Trump schlug Töne an, die sich in ihrer Differenziertheit deutlich unterschieden vom bisherigen Standardprogramm der Konferenz. Mag sein, dass die Latte nach zwei Tagen niedrig lag. Jedenfalls hob sich stellenweise wohltuend ab, was sie in bemerkenswerter Nüchternheit zu sagen hatte. Die harte Realität sei, dass die Amerikaner nicht stolz seien auf Teile ihrer Geschichte, kommentierte sie die Rassismusdebatte, die das Land weit über den Wahltag hinaus begleiten wird. Die Sphinx Melania, die noch immer Rätsel aufgibt, hat sich ein Stück weit von Trump emanzipiert.

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