Rheinische Post: Kommentar: Nato-Warnung

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Die Nato führt in Norwegen gerade ihr größtes
Manöver seit dem Fall der Mauer durch, und wie man hört, mangelt es
den ebenfalls daran teilnehmenden Bundeswehrsoldaten an nichts. Ein
Umstand, der leider der besonderen Erwähnung bedarf, waren die
deutschen Streitkräfte doch zuletzt vor allem durch mangelnde
Einsatzbereitschaft aufgefallen. Die Nato ist zwar das größte
Militärbündnis der Welt, aber nach dem Ende des Kalten Krieges vor 30
Jahren wurde das Militär in vielen Bündnisstaaten bis zur
Funktionsunfähigkeit zusammengespart – und wohl nirgendwo so radikal
wie in Deutschland. Nach dem Wegfall der Bedrohung durch den
Warschauer Pakt schien das ohne Risiko. Eine Illusion, die spätestens
mit Russlands Aggression gegen die Ukraine 2014 platzte. Eine
Aggression, die Russlands Präsident Wladimir Putin mit der
angeblichen Einkreisung durch die ausgedünnte Nato begründete. Mit
der Folge, dass nun wieder aufgerüstet wird in Westeuropa und Manöver
abgehalten werden. Wer dies als aggressive Provokation kritisiert,
liegt daneben. Es ist eine Warnung an Putin, und die scheint leider
nötig.

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