Rheinische Post: Kommentar: Pflege als Zukunftstest für Volksparteien

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Umweltaktivisten haben es geschafft, das Thema
Klimaschutz ganz nach oben zu bringen und ihren Beitrag dazu
geleistet, dass Union und SPD bei den Europawahlen abgestürzt sind.
Aber ist die Klimapolitik das einzige Feld, bei dem die Bundespolitik
in Misskredit geraten ist? Im Bundestagswahlkampf brachte ein junger
Pflegeschüler die Kanzlerin mit bohrenden Fragen in Verlegenheit.
Deshalb ist die jetzt gefundene erste Antwort der „Konzertierten
Aktion Pflege“ nicht zu unterschätzen. Immerhin sind nicht nur
unverbindliche Absichten zu Protokoll gegeben, sondern auch ganz
konkrete Vorgaben markiert worden. Deshalb spricht es für sich, wenn
Gesundheitsminister Jens Spahn die SPD beschwört, dass es sich schon
allein wegen der Vorhaben in der Pflege lohne, noch zwei Jahre als
Koalition zusammen zu arbeiten. Denn was da an politischem Powerplay
in einer Branche mit Milliarden-Umsätzen zu leisten ist, braucht
breiten Rückhalt. Wenn zehntausende Pflegekräfte schon jetzt fehlen
und es wegen der älter werdenden Gesellschaft noch mehr werden, dann
ist schnell klar, dass die Zukunftsfähigkeit jeder Volkspartei auch
davon abhängt, ob sie sich mit ganzer Kraft dafür einsetzt, die
prekären Zustände aus der Welt zu schaffen.

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