RNZ: Vorgeschoben – Kommentar zum Fall Schmalzl

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Johannes Schmalzl ist als Generalbundesanwalt
am Ende, ehe er im Amt war. So sehr er sich mit seinem Wutausbruch
selbst geschadet hat – dass die fatale Mail an seinen Kritiker publik
wurde, ist bestimmt kein Zufall. Die Chance, die
FDP-Bundesjustizministerin zu düpieren, konnte sich die Opposition
nicht entgehen lassen. Leutheusser-Schnarrenberger hatte ihn
vorgeschlagen. Sein Scheitern ist auch ihres. Doch den Schuh, sie
habe einen gänzlich ungeeigneten Parteifreund ausgewählt, muss sie
sich nicht anziehen. Er hat wenig Erfahrung als Staatsanwalt, aber
die Kritik daran wirkt vorgeschoben. (…) Und doch: Ohne
FDP-Parteibuch wäre Schmalzl wohl nie Kandidat geworden. So laufen,
leider, solche Besetzungsrunden. Die Union gönnt der FDP den
Bundesanwalt und hofft selbst auf den nächsten Verfassungsrichter.
Und selbst die hiesige Landesregierung war bereit, für ihn zu
stimmen: Grün-Rot hätte dann das Stuttgarter Regierungspräsidium im
eigenen Sinne neu besetzen können.

Pressekontakt:
Rhein-Neckar-Zeitung
Manfred Fritz
Telefon: +49 (06221) 519-0

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