Saarbrücker Zeitung: Grünen-Außenexperte Nouripour stellt Bundeswehreinsätze in Syrien und Afghanistan in Frage – neue Flüchtlingswelle befürchtet

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Nach Einschätzung des
Grünen-Außenpolitikers Omid Nouripour muss der angekündigte Abzug von
US-Truppen aus Syrien und Afghanistan auch Konsequenzen bei den
Bundeswehrmandaten für diese beiden Länder haben. „Für die Tornados
macht es keinen Sinn mehr, weiter über Syrien zu fliegen. Denn ihre
Aufklärungs-Fotos sind ja in erster Linie für die Amerikaner
bestimmt“, sagte Nouripour der „Saarbrücker Zeitung“ (Sonnabend).
„Und in Afghanistan könnte auch die Bundeswehr ohne die Amerikaner
und ihre Hilfe beim Schutz, der Aufklärung und der Logistik nicht
bleiben“, fügte Nouripour hinzu.

Der Außenexperte wollte auch eine neue Flüchtlingswelle nicht
ausschließen. „Das ist denkbar“, so Nouripour. Die Situation erinnere
ihn an das Jahr 2014, als Nachbarstaaten Syriens mit der
Flüchtlingssituation überfordert gewesen seien und Europa weggeschaut
habe. „Damals sind die Menschen aus den Lagern geflohen, weil die
Essensrationen für ihre Kinder nicht mehr ausreichten. Dies darf sich
nicht wiederholen“, warnte der Grünen-Politiker. „Sollte es
tatsächlich zu einer neuen Flüchtlingswelle kommen, muss auch
Deutschland dafür sorgen, dass die Flüchtlinge in den Nachbarstaaten
menschenwürdig versorgt werden.“

Pressekontakt:
Saarbrücker Zeitung
Büro Berlin

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