Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur SPD

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Es ist jetzt viel von Staatsräson die Rede, wenn
von der SPD wegen ihrer Absage an eine erneute Große Koalition mehr
Verantwortung eingefordert wird. Ja, der Staatsräson war die SPD vor
vier Jahren mit der Neuauflage eines Bündnisses mit der CDU/CSU
gefolgt. Eine mögliche rot-rot-grüne Koalition schlug sie aus. Das
Ergebnis: Die bereits schwache SPD stürzte am Sonntag in historische
Tiefen. Ein erneutes Bündnis der beiden größten Wahlverlierer spräche
dem so gerne zitierten Wählerwillen deshalb Hohn. Der Platz der SPD
ist jetzt die Opposition, deren Führerschaft sie andernfalls der AfD
überließe. Dieser Schritt wäre ein Dienst an der Demokratie. Und es
zeugt auch von Staatsräson, wenn die SPD den Wählerwillen ernst nimmt
und versucht, einen zuletzt fehlenden, konstruktiven Gegenentwurf zur
Regierungspolitik zu entwickeln, der auch eine realistische Chance zu
einem Wechsel nach der nächsten Wahl hätte. Dass nun ausgerechnet
Wahlsieger wie FDP-Chef Christian Lindner Staatsräson gegenüber den
Sozialdemokraten einfordern, wo sie aufgrund ihres eigenen
Ergebnisses viel eher in der Pflicht stehen, ist deshalb befremdlich.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 – 585261

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