Westfalen-Blatt: Kommentar zu E-Tretrollern

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Nun also doch nicht: Bundesverkehrsminister
Andreas Scheuer (CSU) beugt sich dem Druck der Länder und will nun
die langsameren Modelle der E-Tretroller von den Gehwegen verbannen.
Mit Blick auf die Verkehrssituation in manchen deutschen Innenstädten
ist das die richtige Entscheidung. Zu oft knarzt es bereits jetzt
zwischen den Verkehrsteilnehmern: Fußgänger gegen Radfahrer,
Radfahrer gegen Autofahrer, Autofahrer gegen Lkw-Fahrer – die
Konfliktlinien werden mit jeder Stunde im Berufsverkehr nachgezogen.
Scheuer tut gut daran, den Streit um das sowieso schon begrenzte
Raumangebot nicht weiter zu verschärfen. Doch hier wird das
eigentliche Problem deutlich: Wir können jahrelang über neue Formen
der Mobilität diskutieren. Wenn wir es ernst meinen mit der
Verkehrswende und dem Klimaschutz, müssen wir den öffentlichen Raum
neu verteilen. Das heißt auch, dass wir dem Auto – bislang eine Art
Leitmotiv im Straßenverkehr – noch konsequenter als bisher
Quadratmeter abtrotzen müssen. Nur wenn genug Platz ist, können sich
neue Formen der Bewegung gewinnbringend entfalten.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Dominik Rose
Telefon: 0521 585-261
d.rose@westfalen-blatt.de

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