Westfalenpost: Besonders benachteiligt / Kommentar von Carsten Menzel zu den Filialschließungen bei der AOK

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Die AOK schließt in Westfalen fast die Hälfte ihrer
Geschäftsstellen – und zieht sich damit mit festen Anlaufstellen für
ihre Kunden aus der Fläche zurück. Wieder einmal ist es dabei der
ländliche Raum, der besonders betroffen ist. Ältere und/oder Kranke
müssen weitere Wege in Kauf nehmen oder sich telefonisch oder übers
Internet beraten lassen; gerade aber unter Älteren haben längst nicht
alle einen Zugang wie auch die Fähigkeiten dazu. Sie drohen besonders
benachteiligt zu werden. Ob sie am Ende womöglich die
Krankenversicherung wechseln, ist ungewiss: Kaum eine Krankenkasse,
die ihr Netz an Beratungsstellen vor Ort nicht ausdünnt. Dass
zurückgehende Kundenzahlen den Ausschlag geben, ist nur die halbe
Wahrheit: Es geht der AOK auch darum, Kosten zu sparen. Dabei
unterscheiden sich die Krankenkassen nicht von anderen
Dienstleistungsanbietern, etwa Banken und Geldinstituten, die
ebenfalls längst begonnen haben, ihr Filialnetz auszudünnen. Der
Trend zeigt: Es gibt nach wie vor keine schlüssigen Antworten auf die
Frage, wie der ländliche Raum mit dem demografischen Wandel und der
Digitalisierung sinnvoll umgehen kann. AOK – das steht jedenfalls
künftig wohl für Allgemeine Online-Krankenkasse. Vor Ort ist sie
immer weniger.

Pressekontakt:
Westfalenpost
Redaktion

Telefon: 02331/9174160

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