Westfalenpost: Kommentar zur Facebook-Anhörung

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Jetzt senken sie wieder alle frustriert den Daumen
und rufen entrüstet „gefällt mir nicht“: Der Auftritt von
Facebook-Chef Mark Zuckerberg im Europaparlament war erneut ein Beleg
für die Hilflosigkeit der Politik im Umgang mit den
Datensammelgiganten aus den USA. Milliardär Zuckerberg, der sich seit
jeher mit der Aura des Unantastbaren umgibt, ließ die Abgeordneten
eiskalt abblitzen und beantwortete die Fragen entweder ausweichend –
oder gar nicht. Es gibt einen schönen Spruch: Man sollte nicht die
Frösche um Erlaubnis bitten, wenn man den Teich austrocknen möchte.
Heißt in diesem Fall: Weil Zuckerberg die Regeln für die sogenannte
Anhörung formulieren durfte, trug die illustre Fragerunde nichts zur
Aufklärung der jüngsten Skandale bei. Denn Facebook will keine
Aufklärung. Das Unternehmen wird auch in Zukunft hemmungslos weiter
Daten horten, denn das ist sein Geschäftsmodell. Und damit wären wir
bei der Verantwortung des Einzelnen, also bei meiner und bei Ihrer:
Niemand zwingt uns, die Geschäftsbedingungen von Facebook zu
akzeptieren. Niemand zwingt uns, Mitglied zu sein. Soziale Netzwerke
gibt es auch ohne Internet.

Pressekontakt:
Westfalenpost
Redaktion

Telefon: 02331/9174160

Original-Content von: Westfalenpost, übermittelt durch news aktuell

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