Karliczek/Ernst: Bildungschancen für sozial benachteiligte Schülerinnen und Schüler verbessern

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Bund und Länder investieren 125 Millionen Euro in neue gemeinsame Initiative „Schule macht stark“

Mit Beginn des Jahres ist die Bund-Länder-Initiative „Schule macht stark“ gestartet. Ziel ist es, die Bildungschancen von sozial benachteiligten Schülerinnen und Schülern zu verbessern. 200 Schulen in sozial schwierigen Lagen werden bei der Erfüllung ihres Bildungs- und Erziehungsauftrages darin unterstützt, ihren Schülerinnen und Schülern den ihren Potenzialen entsprechenden bestmöglichen Lern- und Bildungserfolg zu ermöglichen.

Dazu erklärt Bundesbildungsministerin Anja Karliczek:

„Schülerinnen und Schüler, die in schwierigen sozialen Bedingungen leben, benötigen die besondere Unterstützung unserer Gesellschaft, um ihre Potenziale besser entfalten zu können. Gerade die, die es in der Schule aus diesem Grund mitunter besonders schwer haben, hat die nicht einfache Schulsituation in der Corona-Pandemie besonders getroffen. Ich bin sehr froh, dass unsere Bildungsinitiative gerade in diesen Tagen startet. Besser hätte der Zeitpunkt fast gar nicht gewählt werden können.

Deutschland ist auf die Talente und Ideen aller Menschen in diesem Land angewiesen. Dieses Potenzial können wir nur dann voll ausschöpfen, wenn Schülerinnen und Schüler entsprechend ihrer individuellen Fähigkeiten gefordert und gefördert werden. Schule soll stark machen.

Darum wollen wir in diesem Projekt Schule und Unterricht weiterentwickeln. Damit sollen die Schulen untereinander, aber auch mit Bildungsangeboten außerhalb der Schulen besser vernetzt werden. Gelingt dies, können die Schulen Schülerinnen und Schülern passgenauere Angebote machen, ganz gleich, in welchen Verhältnissen sie aufwachsen. Gemeinsam werden Bund und Länder mit der neuen Initiative –Schule macht stark– zu mehr Chancengerechtigkeit in der Bildung beitragen. Ich bin dankbar dafür, dass wir gemeinsam mit den Ländern die Initiative konstruktiv und mit viel Energie an den Start gebracht haben.“

Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz und Ministerin für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg, Britta Ernst:

„Die Länder haben sich gemeinsam mit dem Bund darauf verständigt, das Engagement für Schülerinnen und Schüler in sozial schwierigen Lagen zu intensivieren und die Ergebnisse dieses Prozesses in die Fläche zu bringen. Nach wie vor ist es Ziel der Länder, den Anteil der Schülerinnen und Schüler ohne Schulabschluss zu verringern. Es geht darum, das Aufholen von Lernrückständen zu ermöglichen und das erfolgreiche Lernen individuell zu fördern.

Nicht zuletzt die Pandemie hat uns vor Augen geführt, wie elementar schulische Bildung ist. Die Initiative wird einen entscheidenden Beitrag dazu leisten, alle Schülerinnen und Schüler bei der Verwirklichung ihres Bildungserfolges zu unterstützen. Gemeinsam mit der durch das BMBF finanzierten Forschung werden die Länder ihre Anstrengung weiter intensivieren, um dieses Ziel zu verwirklichen. Ich bin froh, dass die Arbeit nun trotz Corona planmäßig beginnt und Forschende und Schulen die ersten Schritte miteinander gehen werden.“

Der Leiter des Forschungsverbundes, Prof. Dr. Kai Maaz vom Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation (DIPF) dazu:

„Die Initiative –Schule macht stark– bietet große Potenziale, das in Wissenschaft und Praxis vorhandene Wissen zur Schul- und Unterrichtsentwicklung an Schulen in herausfordernden sozialen Lagen zusammenzuführen und weiterzuentwickeln, um dadurch einen nachhaltigen Beitrag zum Abbau von Bildungsungleichheiten zu leisten. Wir freuen uns auf den Austausch mit den Schulen und sind uns sicher, dass die gemeinsame Entwicklungsarbeit vielfältige Ansätze und Modelle zur Steigerung des Lern- und Bildungserfolgs an den Schulen hervorbringen wird. Dabei stehen die sprachlichen und mathematischen Basiskompetenzen, die Lernmotivation und auch die sozialen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler im Fokus der schulischen Entwicklungsarbeit.“

Hintergrund:

Die Initiative „Schule macht stark“ richtet sich an alle Schularten und Jahrgangsstufen im Primarbereich und in der Sekundarstufe I und soll die Bildungschancen von sozial benachteiligten Schülerinnen und Schülern verbessern. Dafür stellen das BMBF und die Länder zu gleichen Teilen insgesamt 125 Millionen Euro zur Verfügung.

„Schule macht stark“ ist auf zehn Jahre angelegt und in zwei Phasen zu je fünf Jahren gegliedert. In der ersten Phase unterstützt ein durch das BMBF finanzierter Forschungsverbund mit praxisnaher Forschung die Schulen dabei, ihre besonderen Herausforderungen zu meistern. Das bedeutet konkret, dass die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ab dem Schuljahr 2021/2022 gemeinsam mit den Schulen daran arbeiten werden, Bedarfe in der Schul- und Unterrichtsentwicklung zu identifizieren, vorhandene Potenziale zu erkennen und neue Strategien und Konzepte zu entwickeln. Weitere Arbeitsschwerpunkte sind die Vernetzung der Schulen mit anderen Bildungs- und sozialen Angeboten im Umfeld der Schulen sowie untereinander. Die zweite Phase dient dem Transfer der entwickelten Strategien und Konzepte an andere Schulen, so dass neben den 200 Schulen der ersten Phase möglichst viele weitere von der Initiative profitieren können. Dies wird ebenfalls wissenschaftlich unterstützt.

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