MZ-Kommentar zu Steuerbetrug

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Sachsen-Anhalts Rechnungshof deckt aber auf, dass es nicht optimal
läuft – im Gegenteil, es gibt große Defizite bei der Steuerfahndung. Es fehlt am
Personal, es fehlt aber auch die nötige IT-Technik, um zügige
Ermittlungsverfahren anzukurbeln und Daten verdächtiger Firmen schnell
auszuwerten. Auf lange Sicht hat das zwei Effekte, die schädlich für das Land
sind: Es fehlt zum einen das nicht eingetriebene Geld für Kitas, Schulen und
Krankenhäuser. Es fehlt zum anderen aber auch der Abschreckungseffekt, den eine
zügig und bissig agierende Steuerfahndung erzielen kann. Im schlechtesten Fall
führt das dazu, dass kriminell agierende Unternehmer, die etwa auf
Schwarzarbeit oder Bargeldgeschäfte jenseits aller Steuerregeln setzen, eben
nicht abgeschreckt werden. Und sich stattdessen wohlfühlen in Sachsen-Anhalt.
Das kann keiner wollen. Zu einer fairen Marktwirtschaft gehören klare Regeln für
alle.

Pressekontakt:

Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200
hartmut.augustin@mz-web.de

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