neues deutschland: Arbeitssoziologe Bosch fordert Dekrete zur Tarifbindung gegen Altersarmut

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In der aktuellen Rentendebatte hat sich der
Arbeitssoziologe Gerhard Bosch gegen die Rente mit 70 ausgesprochen.
„Die Rente mit 70 ist eine von Akademikern erfundene Kopfgeburt“,
sagte der Professor der Uni Duisburg-Essen gegenüber der Tageszeitung
„neues deutschland“ (Mittwochausgabe). Das anhaltende Erschrecken der
Bevölkerung über die Rente mit 67 würde ignoriert.

Die Debatte sei ein strategischer Erfolg der Wirtschaftsliberalen.
Sie verenge Rentenpolitik auf die Stellschraube Eintrittsalter. Um
Altersarmut zu verhindern, müssten die Löhne durch Tarifbindung
erhöht werden. Deshalb solle die Regierung notfalls per Dekret
Tarifverträge für allgemeinverbindlich erklären.

Auch Gustav Horn, Direktor des Instituts für Makroökonomie und
Konjunkturforschung, äußerte sich kritisch: „Man glaubt mit der Rente
mit 70 sich aller Probleme zu entledigen. In Wirklichkeit verschärft
man Altersarmut sogar.“ Er forderte, den Riesterzuschlag auslaufen zu
lassen und mit frei gewordenen Mitteln die gesetzliche Rente zu
stärken. Er plädierte außerdem für eine Mindestrente und die Anhebung
des Rentenniveaus.

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