Rheinische Post: Putins gefährliche Muskelspiele Von Helmut Michelis

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Scheinangriffe auf die Nato-Luftverteidigung,
Machtdemonstrationen mit Atombombern bedrohlich nah an den Grenzen
westlicher Staaten – diese militärischen Muskelspiele Moskaus
schienen nach dem Ende des Kalten Krieges erfreulicherweise für immer
Vergangenheit. Doch verstärkt seit Ausbruch des Ukraine-Konflikts
schickt Kreml-Chef Wladimir Putin wieder regelmäßig Kampfflugzeuge
über die Nord- und Ostsee und in Richtung Atlantik. Natürlich darf
Russlands Luftwaffe den internationalen Luftraum nutzen; es ist auch
nicht verboten, Atomwaffen mitzuführen. Doch was haben die Bomber
über dem Ärmelkanal zu suchen? Warum tun sie das unter
Kriegsbedingungen und provozieren damit Unfälle bis hin zu einer
Katastrophe? Diese Flüge als Abschreckung zum Schutz Russlands zu
interpretieren, fällt schwer. Putin will damit offenbar sein Land
wieder als Großmacht darstellen. Dazu gehört für ihn die Bombe –
angeblich wird ein Drittel des russischen Wehretats für Nuklearwaffen
ausgegeben. Die Nato ist zu Recht beunruhigt. Es gibt bereits zu
viele schwere Krisen, für die die Weltgemeinschaft keine Lösung
findet. Ein neues atomares Wettrüsten hätte da gerade noch gefehlt.
Doch die unbehagliche Wahrheit ist: Es hat bereits begonnen.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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