Schwäbische Zeitung: Wer Hass sät, ist in Deutschland nicht willkommen – Kommentar zum aufkommenden Judenhass

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Unerträglich, eine Schande: Die Worte, mit
denen Politiker den neuerlichen Fall von gewalttätigem Judenhass
mitten in Deutschland verurteilen, sind deutlich – und zeugen doch
von Hilflosigkeit.

Selbst wenn der Angegriffene Kippa-Träger in diesem Fall kein Jude
war: Der Hass, der ihm begegnete, war echt. Wieder ist für viele
Juden das Gefühl, in Deutschland sicher aufgehoben zu sein, ein
Stückchen weiter geschwunden.

Der Vorfall fügt sich ein in eine Zeit, in der antisemitische
Lieder gut genug für die höchste Auszeichnung der deutschen
Musikindustrie sind. Und in der Pädagogen ratlos feststellen, dass
der Begriff „Jude“ auf deutschen Schulhöfen wieder als Schimpfwort
gebraucht wird. Über letzteres Problem berieten just an diesem
Mittwoch die Kultusminister der Länder mit dem Zentralrat der Juden –
nun hatten sie tagesaktuellen Diskussionsstoff.

Erst jüngst wurde die antisemitische Hetzschrift der „Protokolle
der Weisen von Zion“ im Landtag von einem Redner der AfD relativiert
– dies als Erinnerung an jene, die den Judenhass auf ein Problem
muslimischer Zuwanderer reduzieren möchten. Wahr ist aber, dass die
Ankunft einer großen Zahl von Muslimen die Lage für Juden hierzulande
noch angespannter gemacht hat. Zuwanderern sollte klar vermittelt
werden: Wer Hass gegen Juden sät oder auslebt, ist in Deutschland
nicht willkommen. Im Alltag mangelt es an solcher Klarheit zu häufig.

Pressekontakt:
Schwäbische Zeitung
Redaktion
Telefon: 0751/2955 1500
redaktion@schwaebische-zeitung.de

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