Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Plastikmüll

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Täuscht der Eindruck, oder nimmt der
Plastikmüll auf unseren Straßen und Vorgärten, Wäldern und Wiesen
ständig zu? Dabei gibt es doch gelbe Säcke und Tonnen, die genug
Platz für den Verpackungsmüll bieten! Doch sind sie nicht das
Gelbe vom Ei. Bekanntlich wird ein Teil des eingesammelten
Kunststoffs in Großanlagen verbrannt. Größer noch ist der Schaden
bei dem, was fernab auf Deponien landet, von denen die wenigsten
ordentlich angelegt sind. Aber es brauchte erst den Druck durch
Pekings Entscheidung, keinen Kunststoffabfall mehr aus anderen
Ländern anzunehmen, um die Regierungen dazu zu bringen, die
Müllverschiffung zu reduzieren. Das aber hilft nicht nur den
Meerestieren, sondern auch den Menschen, die in der Ferne rund um
die wilden Deponien leben. Hierzulande muss die Diskussion
weitergehen. Schließlich ist auch das Downcycling, bei dem
hochwertiger Kunststoff zu geringwertigerem verarbeitet wird, keine
gute Lösung. Sie wäre erst gegeben, wenn die Deutschen deutlich
weniger in der gelben Tonne entsorgten – natürlich nicht, weil sie
den Müll anderswo abladen, sondern indem sie ihn beim Einkauf gar
nicht entstehen lassen.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 – 585261

Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

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