Rheinische Post: Merkel ist gewarnt Kommentar Von Kristina Dunz

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Der Parteinachwuchs von CDU und CSU war schon
lange nicht mehr so wichtig für die Mutterparteien wie in dieser für
die Volksparteien so ungewissen Zeit. Die Junge Union treibt die
Parteispitzen zwar nicht so vor sich her wie die Jusos es mit ihrer
SPD-Führung machen. Aber die Organisation um den mit dem historisch
besten Ergebnis (gut 91 Prozent) wiedergewählten JU-Chef Paul Ziemiak
hat an Einfluss gewonnen. Es ist tatsächlich erstaunlich, dass
ausgerechnet die Jugend die beiden Schwesterparteien besser
zusammenhält als es in der Bundestagsfraktion oder von den
Vorsitzenden Angela Merkel und Horst Seehofer geleistet wird. Deren
Zerwürfnis ist einer der Hauptursachen für die momentane Schwäche der
Union. Natürlich hat die JU mit ihrer Gästeliste in Kiel die Debatte
um Merkels Nachfolge befeuert. Dass Ziemiak sich jetzt eine
Unterstützung für Merkels Wiederwahl als CDU-Chefin offenhält, deutet
auf Zweierlei hin: Er will es sich mit der Kanzlerin nicht
verscherzen, wenn sie trotz der zu erwartenden Verluste bei den
Wahlen in Bayern und Hessen die Oberhand behält. Aber er könnte zum
Sturm blasen, wenn die Stimmung kippt. Das zeugt nicht von
übermäßigem Mut. Aber Merkel ist gewarnt.

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Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell

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