Westfalenpost: Gutachten – Fortführung des Wisent-Projekts würde Millionen kosten

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Die Fortführung des Wisent-Projekts im Rothaargebirge wird wohl nur gelingen, wenn in den kommenden Jahren mehrere Millionen Euro investiert werden. Das berichtet die in Hagen erscheinende WESTFALENPOST (WP, Mittwochsausgabe). Der WP liegt ein unveröffentlichtes, 180 Seiten starkes Gutachten von Experten der Hochschule Hannover vor. Im Hochsauerlandkreis gibt es massive Kritik an dem Projekt, insbesondere wegen Schäden an Bäumen. Waldbauern haben geklagt und sind bis zum Bundesgerichtshof gezogen. Ein abschließendes Urteil, ob sie die Wisente dulden müssen, steht noch aus. Das Gutachten, das unter anderem das NRW-Umweltministerium beauftragt hat, soll nun Grundlage für eine politische Entscheidung zur Zukunft des Projekts sein.

Die teuerste der vorgeschlagenen vier Alternativen wäre ein etwa 45 Kilometer langer Wildzaun. Dieser würde allein 2,6 Millionen Euro kosten und Folgekosten bis zu 300.000 Euro pro Jahr verursachen. Etwas günstiger wären die Anfangskosten bei einer Lösung mit einem „virtuellen Zaun“, bei dem die Tiere mit GPS-Sendern kontrolliert und von Rangern vertrieben werden, wenn sie ihr Stammgebiet verlassen. Hier drohen aber hohe jährliche Folgekosten von bis zu 500.000 Euro. Auch eine Umsiedlung und eine Tötung der Wisente werden als Alternativen in dem Gutachten genannt.

Pressekontakt:

Westfalenpost
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